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Barsbüttel schon wieder im Halbfinale![Berichte von Stefan Jacobs] Dieser Spieltag mit vier Spielen war für die beteiligten Spieler sicherlich einer der Höhepunkte in der Landesliga der letzten Jahre überhaupt. Von der Begeisterung und dem Engagement unseres Teams zeigten sich sogar die Fans anderer Mannschaften beeindruckt. In einigen Partien spielten sich unsere Spieler in einen regelrechten Rausch. Und selbst nach (knappen) Niederlagen ließen wir nie den Kopf hängen, sondern bauten uns gegenseitig auf. So viel Harmonie und Enthusiasmus war schon fast beängstigend, in jedem Falle aber leistungsfördernd. Unterstützt wurden wir wieder von einer Vielzahl von Fans, die teilweise bis zu acht Stunden ausharrten: U. a. waren das (ich hoffe, ich bringe noch alle zusammen, bitte um Nachsicht, falls ich jemanden vergessen habe) Annette, Joachim, Angelika, Manfred, Klaus Giercke, Nathalies Mutter, Tanja, Maike Jacobs samt Nele, Mareen und Leonie, Jörgs Mutter, Barbara, Claudias Freund, Martina Schoß ... Vielen Dank dafür! Erstmals wurde angesichts des vielen Kuchens übrigens auch die Gastfreundschaft der ersten Mannschaft gelobt - bislang ein stetes Manko in der Landesliga.
Zu erwähnen sei noch die tolle Bilanz dieser Landesliga-Vorrunde: Wir gewannen 35 unserer 56 Spiele. Jörg war erneut der zuverlässigste Punktelieferant mit 11:3 Siegen, aber auch Nathalie (10:4), Stephan G. und Stefan J. (je 9:5) sowie Daniela (7:1) haben fleißig gesammelt. Betrachtet man Jörgs Bilanz über alle sieben Spielzeiten, so stellt man mit Bewunderung fest, dass er nicht nur eine persönliche Siegquote von 70 % hat, sondern mit 88 Siegen an einem Drittel der insgesamt 263 BSV-Punkte beteiligt war, gefolgt von Stephan Grauel (72) und Stefan Jacobs (47). Wer muss die Bälle stellen? Überhaupt das Gehirn: Ich weiß nicht, was sich an Landesliga-Spieltagen so in den Damenduschen abspielt - in der Herrendusche jedenfalls werden ausgewachsene Mittdreißiger aller Vereine zu kleinen Kindern. Man schubst sich, man neckt sich und bringt es so etwa auf das intellektuelle Niveau eines Netzpfostens. Das hat, glaube ich, irgendetwas mit den Endorphinen zu tun, die bei den körperlichen Anstrengungen des Tages freigesetzt werden. Ob die Gehirnzellen hierdurch auch dauerhaft geschädigt werden oder die Wirkung nur temporär ist, können wir dann im Januar anlässlich der Playoffs näher untersuchen.
Und noch eine gute Nachricht: Verletzt hat sich von uns niemand (weder im Spiel noch unter der Dusche). Dennoch: Alle Fragen konnte auch dieses Landesliga-Wochenende nicht beantworten (siehe Ende dieses Artikels).
Barsbütteler SV 1 - FTSV Elmshorn 1 6 : 2 JDen Tabellendritten klar beherrscht Die Stimmung in der Halle war von Beginn an toll, angesichts des Verlaufs der ersten drei Doppel kein Wunder. Elmshorn hatte die Gebrüder Lohse auf beide Herrendoppel verteilt. Am Ende brachten Jörg / Olli sowie Stephan Grauel / Stefan Jacobs ihre Spiele nach starken Leistungen denkbar knapp in drei Sätzen nach Hause. Auch im Damendoppel entschieden einzelne Punkte, leider aber zu Ungunsten von Daniela und Nathalie. Schon diese ersten Spiele forderten unserem Team alles ab.
Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass die Kondition an diesem Wochenende natürlich wieder eine wichtige Rolle spielen würde. Immerhin 2:1 nach den Doppeln - ein guter Start. Und die wieder einmal bärenstarke Nathalie ließ gleich noch einen Punkt folgen. Die langjährige Erfahrung ihrer Gegnerin, Christine Selchow, reichte nicht aus, um der jugendlichen Kraft Nathalies wirklich gefährlich zuwerden. Während Stefan Kelling sein Einzel trotz guter Leistung gegen Matthias Lohse in drei Sätzen knapp abgeben musste, brachten Stephan G. und Stefan J. ihre Spiele ohne größere Probleme nach Hause und sorgten so für die Punkte vier und fünf. Das Mixed ging natürlich wieder über drei Sätze, der Punkt blieb aber in Barsbüttel. Wenn auch durch die Not geschmiedet, so ist das Mixed von Jörg und Daniela in der Landesliga doch eine Macht. Wichtigste Erkenntnis des 6:2-Sieges gegen Elmshorn: Die tolle Bilanz des ersten Spieltages war kein Zufall, wir hatten's auch an diesem Wochenende drauf.
Barsbütteler SV 1 - SG Blankenese/Wedel 1. 6:2 JStefan Kellings große Stunde Trotzdem reichte es zu einer Führung nach den Doppeln dank der Zweisatzsiege von Nathalie und Daniela (knapp) sowie Jörg und Olli (deutlich). Nathalie sorgte dann mit einem souveränen Einzel-Sieg sogar für die 3:1-Führung, alles schien nach Plan zu laufen.
Nun stand ein echtes Landesliga-Spitzeneinzel auf dem Programm: Stephan Grauel traf auf Sven Bauer, beide bislang ungeschlagen. Der grandiose erste Satz sah mit Stephan einen verdienten 17:16-Sieger, dann aber schwor Sven Bauer Rache - und bekam sie: Die Sätze zwei und drei gingen nach Blankenese. Plötzlich war es wieder eng. Stefan J. konnte in seinem Einzel den alten Zwei-Punkte-Abstand wiederherstellen. Zwischenstand 4:2. Nun schlug die Stunde von Stefan Kelling , der bisher mit seinen Leistungen in dieser Saison nicht zufrieden war. In Ockelmann fand er einen ebenbürtigen, unangenehmen Gegner, der ihm den ersten Satz klar abkaufte. Aber dann erwachten in Stefan die alten, lange vermissten Kämpferqualitäten und er quälte sich durch die nächsten beiden Sätze. Auch ein 5:8-Rückstand im dritten Satz brachte ihn nicht aus dem Gleichgewicht und er erzielte verdient den Siegpunkt.
Das abschließende Mixed war somit nur noch für die Statistik und für Jörgs persönliche Erfolgsbilanz von Wert - und natürlich für die Zuschauer. Jörg und Daniela ließen dem sehr erfahrenen Mixed Lennemann / Eichhorn gerade so viele Punkte, dass es spannend war, aber ihr Ziel verloren sie nie aus den Augen. Das Spiel endete 15:13, 15:12, es war bereits der vierte Mixed-Punkt unserer Paarung. Somit hatten wir vier Punkte an diesem Tage eingefahren, die Pflicht für diesen Spieltag hatten wir bereits erfüllt, Barsbüttel stand als Halbfinalist sicher fest. Großer Jubel und zugleich auch ein wenig Ungläubigkeit: 9:1 Punkte nach fünf Spielen - woher nehmen wir seit zwei Jahren diese Stärke?
Barsbütteler SV 1 - Horner TV 3 5 : 3 JArbeitssieg gegen Horn 3 Mit dem sicheren Erreichen des Halbfinals im Rücken waren wir nun mit einer Situation konfrontiert, die wir so noch nicht kannten: Wir konnten es uns leisten, zu taktieren, denn nun galt es, der Wichernschule als dem vermeintlich stärksten Team der Staffel für das Halbfinale aus dem Weg zu gehen, um die Chancen für einen Finaleinzug zu erhöhen. Dafür musste der vierte Platz vermieden werden, Platz drei oder besser war gefordert. Der Gegner hieß Horn 3, eine von vielen prominenten Ausfällen geplagte Mannschaft (zuletzt verletzten sich Arne Dikall und Andreas Maas), die nun ein Not-Aufgebot bei den Herren ins Rennen schickte, sogar Dieter Fränzel war dabei, seit 1956 Badminton-Spieler. Doch das erste Horner Herrendoppel mit Stefan Fränzel und Stefan Klimpel spielte exzellent. Jörg und Olli (an seinem 38. Geburtstag!) zeigten eine ... naja, verbesserungswürdige Leistung ... und gaben das Spiel ab. Lag es vielleicht daran, dass Olli, der ja am Vortage noch über den Regeln gebrütet hatte, sich nun unterbewusst mit weiteren kosmischen Rätseln befasste, in diesem Falle mit Modefragen ("Werden diese Damenröcke mit eingearbeiteten Hosen über oder unter der Trainingshose getragen?"). Oder empfand er an seinem Geburtstag einfach das lähmende Gefühl, schon wieder ein Jahr älter geworden zu sein? Und uns plagten noch weitere Sorgen: Was wäre ein richtiges Landesliga-Wochenende für den Barsbütteler SV ohne Aufstellungsprobleme bei den Damen? Auch hierfür war gesorgt. Aus terminlichen Gründen hatte Daniela absagen müssen, und so liefen bereits seit Tagen die Telefondrähte heiß, um für Ersatz zu sorgen. Erst am Samstagabend war klar: Unsere Youngsters Claudia Conradi und Christiane Goetz, die beide noch U19 spielen könnten, würden das Doppel übernehmen. Super, Mädels und vielen Dank für Euren Einsatz. Undankbarerweise trafen sie ausgerechnet in ihrem allerersten Landesliga-Spiel auf ein ganz ausgebufftes Damendoppel, nämlich auf Andrea Hauenstein und Silke Bachmann. Hier war beim besten Willen nichts zu holen. Aber der Applaus der Barsbütteler Anhänger war unseren Damen auch so sicher. Damit lagen wir zwischenzeitlich gegen den Tabellenletzten 0:2 hinten. Doch trotzdem kam noch keine Unruhe auf, denn die restlichen Spiele verliefen recht glatt: Stephan Grauel / Stefan Jacobs hatten es in ihrem Doppel sehr leicht. Nathalie, an diesem Wochenende praktisch ohne Schwächen, ließ ihrer Gegnerin ebenfalls keine Chance. Es folgten noch zwei ungefährdete Einzelpunkte durch Stephan G. und Stefan J. Unsere Mixed-Paarung, diesmal mit Nathalie an Jörgs Seite, zeigte sich ebenfalls souverän und holte den entscheidenden fünften Punkt. Da fiel es nicht weiter ins Gewicht, dass Stefan K. sein Einzel abgab.
Endstand 5:3 gegen Horn 3. Schon der dritte Sieg an diesem Wochenende. Mit 11:1 Punkten war uns nun auch der zweite Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen.
Barsbütteler SV 1 - SSV Wichern-Schule 2. 2 : 6 LDie Sensation blieb aus Was dann kam, gehörte sicherlich zum besten, was diese Landesliga bis dahin zu bieten hatte: Alle Doppel waren auf höchstem Niveau und forderten wirklich das letzte Quäntchen Energie und Kampfkraft von allen Beteiligten. Die Damen machten den Auftakt. Julia war wieder einmal für den BSV eingesprungen. Gemeinsam mit Nathalie zeigte sie ein engagiertes, hochklassiges Doppel mit vielen langen, ausgeglichenen Ballwechseln. Beide mussten sich aber schließlich den favorisierten Wichernschülerinnen Franziska Born und Helen Vieweg geschlagen geben. Angesichts des Spielverlauf fiel die Niederlage mit 3:15 und 5:15 aber viel zu hoch aus. Parallel fanden die Herrendoppel statt: Olli und Jörg (in seinem siebten Spiel) trafen auf das Spitzendoppel Trimborn / Gerdes. Die BSVer hatten nach der morgendlichen Niederlage ja noch einiges gut zu machen, und dies taten sie in bemerkenswerter Weise. Einsatzwille, Dynamik und Spielwitz der beiden rissen die Zuschauer mit. Eine blitzsaubere Leistung, die mit einem 15:13, 15:13 belohnt wurde. Gleichzeitig machte sich Olli damit noch ein schönes Geburtstagsgeschenk, von dem wir alle etwas hatten. Dies ist umso bemerkenswerter, als unser Guru Olli, offenbar von der Landesliga nicht ausgelastet, vor dieser Partie mit einer Fragestellung aus dem Bereich der Optik schwanger ging, nämlich mit der existenziellen Frage nach der Wirkung farbiger Kontaktlinsen auf die Größe der Pupille.
Ein echter Knaller auch das andere Herrendoppel: Stefan Jacobs in seinem 100. Landesligaspiel und Stephan Grauel in seinem 40. Landesliga-Dreisatzmatch zeigten die wohl beste Leistung, zu der die beiden in der Lage sind. In diesem Match wurde gegen Mortin Dige und Sven Linnig um jeden Ball und um jeden Zentimeter Boden gefightet. Sogar die anwesenden Bergstedter und Blankeneser Fans gingen richtig mit und noch Stunden später wurden wir auf dieses Klasse-Match angesprochen. Am Ende eines 90-minütigen Geprügels und einer gnadenlosen Abwehrschlacht mit vielen spektakulären, teilweise unglaublichen Ballwechseln stand leider ein 13:15 im dritten Satz für die Wichernschule, aber eigentlich gibt es bei so einem Spiel nur Gewinner. Auch Nathalie konnte in ihrem Einzel gegen Helen Vieweg erneut überzeugen. Nach Startschwierigkeiten kam sie immer besser ins Spiel und zeigte einen großen Kampf, bevor auch ihr am Ende des dritten Satzes zwei Pünktchen zum Sieg fehlten. Der Rest ist schnell erzählt: Die Herreneinzel gingen alle an die Wichernschule, wobei Stephan Grauel sein Spiel gegen den besten Einzelspieler der Landesliga, Timo Trimborn, lange Zeit offen gestalten konnte. Stefan Kelling verlor deutlich gegen Morten Dige. Stefan J. - obwohl völlig am Ende seiner Kräfte - sorgte dann noch für ein rekordverdächtiges Einzel gegen Sven Linnig: Das Match dürfte nämlich nur etwas halb so lange gedauert haben wie sein anschließender Aufenthalt unter der Dusche.
Dafür, dass die Niederlage mit 2:6 erträglich ausfiel, sorgten noch Jörg und Julia (bereits seine dritte Partnerin an diesem Wochenende). Auch dieses Spiel ging über drei Sätze, wobei die beiden Barsbütteler die größere Nervenstärke besaßen und mit mehreren sehr gelungenen Bällen den Spieß im dritten Satz noch einmal herumdrehten. Somit hat uns die Wichern-Schule, mit 14:0 Punkten unangefochtener Staffelsieger, klar auf Distanz gehalten. Der SSV Wichernschule ist der heißeste Kandidat auf den Titel des Hamburger Mannschaftsmeisters. Aber wir konnten mithalten, vor allem in den Doppeln. Zwei der verlorenen Spiele waren extrem eng. Sollten wir noch einmal in dieser Saison aufeinander treffen (hoffentlich im Finale), dann ist auch gegen den Favoriten alles möglich. Und vielleicht haben wir in unserer Aufstellung ja noch einen Joker im Ärmel...
Viele Fragen blieben offen...Leider warf aber auch dieses ebenso spannende wie erkenntnisreiche Woche mehr Fragen auf, als es beantworten konnte, u. a.
Wer glaubt, Antworten auf eine oder mehrere der genannten Fragen zu kennen? Zuschriften erbeten an unser Gästebuch.
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