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Barsbüttel wieder Hamburger Vize-Meister![Bericht von Stefan Jacobs] Ist das Glas nun halb leer oder halb voll?
Nach der starken Vorrunde hatten wir unser Saisonziel natürlich deutlich nach oben korrigieren müssen: Der erste Platz sollte es sein, schließlich fuhren wir ja nicht nur zum Spaß nach Wedel. Und tatsächlich konnten wir im Halbfinale an die Leistungen der ersten beiden Spieltage anknüpfen. Im Endspiel reichte es dann aber nicht mehr. Um die Frage zu beantworten: Nach meiner Einschätzung ist das Glas weit mehr als halb voll. Die Landesliga ist immer noch die stärkste Hamburger Spielklasse und wimmelt nur so von starken Spielern. Da ist man mit dem zweiten Platz nicht gerade ein Verlierer. Und so können wir uns unseren Traum für die nächste Saison aufsparen. Vielen Dank an dieser Stelle an Julia und Christoph, die zwar nicht zum Stammkader gehören, die ich aber trotzdem nicht als Ersatzspieler bezeichnen möchte, sowie an Claudia und Christiane für ihren Einsatz am zweiten Spieltag. Und wir bedanken uns auch bei unseren treuen Zuschauern, die uns die ganze Saison über begleitet haben.
Viele Fans wurden an diesem Tage nicht Zeuge des Geschehens. Vielen Dank an Julia für ihre Unterstützung. Und an Klaus Giercke, der aber auch das Team seiner Tochter Alex beobachten wollte, die Wichernschule.
Barsbütteler SV 1 - SV Bergstedt 7 : 1 J[Bericht von Stefan Jacobs] Die neue Lockerheit dieser Saison zeigte sich im Halbfinale gegen den SV Bergstedt. Ganz anders als erwartet wurde es weder ein Nervenkrieg noch war es eine besonders enge Angelegenheit. Die Bergstedter hatten heute einfach nicht den gewohnten Biss. Vielleicht hatte auch der Einsatz unserer Geheimwaffe - Christoph Krämer bestritt heute seine ersten beiden Landesliga-Spiele für den BSV - zur frühzeitigen Verunsicherung unserer Gegner beigetragen. Jedenfalls befanden wir uns in der Luxussituation, erstmals sechs Landesliga-taugliche Herren aufbieten zu können. Nach längerer Diskussion entschied Mannschaftskapitän Stefan Kelling aber, nur mit vier Herren zu spielen. Die Herrendoppel, beim 4:4 in der Vorrunde noch beide unterlegen, wurden völlig umgestellt. Bei den Damen war die Lage einfacher: Mit Daniela und Nathalie ergab sich die Aufstellung praktisch zwangsläufig. In ihrem Doppel gab es drei ganz unterschiedliche Sätze: Der erste Satz ging klar an Sandra Winckelmann und Nicole Grävert, der zweite ebenso deutlich an unsere Mädels. Der dritte war dann sehr spannend - leider mit einem unglücklichen 13:15 (nach einer 13:10-Führung). Dies blieb aber der einzige Punkt für Bergstedt, alle anderen gingen mehr oder weniger klar an den BSV:
Endstand 7:1. Der Sieg fiel sehr deutlich aus. Auch das Satzverhältnis spricht mit 15:4 eine eindeutige Sprache. Die gegenseitigen Glückwünsche über den Finaleinzug fielen eher knapp aus; denn wir waren in Gedanken schon ganz bei der Aufstellung gegen den Endspielgegner. Dieser heißt wie erwartet SSV Wichernschule, der sein Halbfinale mit 6:2 gegen den FTSV Elmshorn gewinnen konnte. Damit erreichten die beiden stärksten Mannschaften der Vorrunde verdient das Endspiel um die Hamburger Mannschaftsmeisterschaft.
Barsbütteler SV 1 - SSV Wichernschule 2 2 : 6 L[Bericht von Stefan Jacobs] Fast ein déjà-vu! Viele Parallelen gab es zwischen dieser Saison und der vorigen. Und wie im Vorjahr gab es im Endspiel leider eine deutliche Niederlage. Unterm Strich war etwas mehr drin als das 2:6, denn wir verloren alle drei Dreisatzspiele. Aber ohne Zweifel war der SSV Wichernschule auch heute wieder stärker und ist verdient Hamburger Mannschaftsmeister. Das Geschehen der Reihe nach:
Im Nachbarfeld zeigten Nathalie und Daniela ein Klassespiel gegen Franziska Born und Helen Vieweg. Gegen das wohl beste Damendoppel der Liga konnten sie gut mithalten, mussten sich aber schließlich geschlagen geben. Jetzt musste unbedingt das zweite Herrendoppel her, wenn wir nicht schon nach den Doppeln auf die Verlierstraße gelangen wollten. Und Stephan Grauel und Christoph (er hatte morgens schon zwei Spiele für das Verbandsligateam absolviert) enttäuschten uns nicht: Sie hatten ihre Gegner Köpke / Linnig gut im Griff und holten endlich den ersten Punkt für Barsbüttel. Zwischenstand nach den Doppeln also 1:2, noch war nichts verloren. Stefan Jacobs traf im dritten Einzel auf Christian Pohl. Der erste Satz musste in die Verlängerung, ging aber an den Gegner. Im zweiten Satz konnte Stefan sein Spiel nicht mehr wie gewohnt durchziehen und fand kein Rezept mehr, den Wichernschüler ernsthaft zu gefährden - 1:3. Nun wurde es schon etwas kritisch. Nathalie war jetzt schwer unter Druck. Ihr äußerst knappes Vorrundenmatch gegen Helen Vieweg war uns noch in guter Erinnerung. Nathalie war heiß auf eine Revanche und das heutige Spiel war ebenso gut und knapp wie damals - leider wieder mit der Siegerin Helen Vieweg. Zeitgleich spielte Christoph, dem wir als Zielvorgabe einen Zweisatzsieg mit aufs Feld gegeben hatten. Und es ließ sich auch sehr gut an: Christoph spielte mit Timo Trimborn Katz und Maus, wie dieser das sicherlich lange nicht mehr erlebt hatte. Aber mit zunehmender Müdigkeit von Christoph wurde Timo immer mehr zum Spielverderber und siegte schließlich mit 2:1-Sätzen. Spielstand 1:5 - nichts war's mit der Hamburger Mannschaftsmeisterschaft. Stephan Grauel präsentierte sich dennoch in herausragender Form. Sein Gegner Sven Linnig, normalerweise nicht gerade ein Gegner, auf den man sich so richtig freuen kann (ich muss es schließlich wissen), hatte nicht die Spur einer Chance, so dass wir wenigsten einen zweiten Punkt auf dem Konto hatten. Stephan war der erfolgreichste Spieler des Wochenendes. In seinen vier Partien gab er nicht einen einzigen Satz ab. Dabei war er noch nicht einmal ausgelastet: Statt auszulaufen lieferte er sich nach den offiziellen Matches noch ein kleines Einzel mit Stefan Kelling.
Fast wäre noch ein dritter dazugekommen. Als die Blankeneser Gastgeber schon darauf lauerten, die Netze abzubauen, machten ihnen Jörg und Daniela im abschließenden Mixed lange einen Strich durch die Rechnung. Die beiden mussten sich unbedingt einen dritten Satz erkämpfen gegen die ebenso ehrgeizige Paarung Gerdes / Born. Der gewonnene zweite Satz war der 100. und letzte für den BSV in dieser Saison. Entschieden wurde das packende Spiel durch ein paar leichte Fehler - 11:15 für Wichernschule, insgesamt 2:6.
Unser Glückwunsch gilt dem SSV Wichernschule. Dieser verpassten Chance sollten wir nicht zu lange nachtrauern, wir haben eine tolle Saison gespielt. Der zweite Platz in der Landesliga ist aller Ehren wert.
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