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Spieltag 1 (24./25.09.2005)

 

Landesligateam des Barsbütteler Sportvereins
- Badminton -


 

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[ Tabelle nach drei Spielen ]   [ 2. Spieltag ]    [Play-Offs]

Ergebnisse vom 1. Spieltag
[Berichte von Stefan Jacobs]

Barsbütteler SV 1. - SG Blankenese 1. 6 : 2   J [Spielbericht]
Barsbütteler SV 1. - Horner TV 2. 4 : 4    [Spielbericht]
Barsbütteler SV 1. - SV Eidelstedt 1. 4 : 4    [Spielbericht]


Tabelle nach 3 Spielen Anz.

Spiele

Punkte
1. SV Eidelstedt 1. 3 15:9 5:1
2. Walddörfer SV / ATSV 1. 3 15:9 4:2
3. Barsbütteler SV 1. 3 14:10 4:2
4. Horner TV 2. 3 13:11 4:2
5. SV Bergstedt 1. 3 14:10 3:3
6. FTSV Fortuna Elmshorn. 3 13:11 3:3
7. SG Blankenese / Wedel 1. 3 9:15 1:5
8. TSG Bergedorf 3 3:21 0:6


Was war das wieder für ein Spieltag!
Jede Menge spannende und knappe Matches, schmerzhafte Niederlagen und glorreiche Siege, nach drei Punktspielen immer noch ungeschlagen und gute Aussichten aufs Erreichen des Halbfinals.


[Der Kader für 2005/2006: hinten von links: Jörg, Stefan K., Olli, Stefan J, vorne: Julia, Nathalie, Stephan G. Angela fehlt.]

Unterm Strich erneut ein erfolgreiches Landesliga-Wochenende für den Barsbütteler SV. Die 4:2 Punkte bei einem Sieg (gegen Blankenese / Wedel) und zwei Unentschieden (gegen Horn und Eidelstedt) waren schwer erkämpft, in jedem Falle aber hoch verdient.

Durch die Erfolge der vergangenen Jahre sind wir ja vielleicht etwas verwöhnt, aber mit dieser Bilanz können letztlich alle Barsbütteler sehr gut leben. Und berücksichtigt man, mit welchen Handicaps wir an diesem Wochenende zu kämpfen hatten, sollten wir das auch: Christoph konnte mit einer Halswirbelblockade gar nicht erst antreten, Stephan Grauel hatte trotz Spritzen seit zwei Wochen starke Schmerzen im Lendenwirbelbereich, Nathalie machte ihre Achillesferse zu schaffen, Angela war durch ihre Wade eingeschränkt, Jörg hatte Zahnschmerzen und in der Folge auch noch Schlafrückstand. Ebenfalls Rückstand, nämlich den beim Training, hatte Olli aufgrund von Verletzungen. Stefan Kelling bereitete im Laufe des Wochenendes das Knie Schwierigkeiten, bei Stefan Jacobs war es wie üblich der Rücken, ebenso wie bei Julia. Mit so einem Lazarett muss man sich erst einmal in die Halle trauen!

Aber wie zuletzt so oft: Wenn es drauf ankam, waren wir da und die Schmerzen vergessen. Das Landesliga-Virus ist einfach zu dominant, wen es ansteckt, der kann nicht anders als kämpfen.

Mit den vier Punkten und dem dritten Tabellenplatz, nur ein Punkt hinter dem Tabellenführer, haben wir uns wieder eine sehr gute Ausgangsposition für den zweiten Spieltag am 22./23. Oktober verschafft. Dort warten weitere vier Gegner auf uns. Unsere Aussichten, die PlayOffs im Januar zum dritten Mal in Folge zur erreichen, sind gar nicht übel. Zumal wir mit Horn und Eidelstedt schon zwei besonders schwere Hürden hinter uns gebracht haben, ohne darüber zu stolpern.

Die Spiele im Einzelnen:

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Barsbütteler SV 1 - SG Blankenese / Wedel 1    6 : 2   J

Ein unbequemer Gegner, so kennen wir die SG Blankenese / Wedel seit vielen Jahren. Die Mannschaft kann mit ihren erfahrenen Herren auf etliche Jahrzehnte Spitzenbadminton zurück blicken. Bei den Damen dagegen vollzieht sich gerade ein Generationswechsel: Mit Heeselen / Brechwoldt (beide Jahrgang 1990!) gaben zwei rekordverdächtig junge Damen ihren Landesliga-Einstand. Aber gegen Julias Erfahrung und Nathalies jugendliche Dynamik hatten sie nicht die Spur einer Chance und so ging der erste Punkt der neuen Saison sehr schnell auf unserem Konto ein.


[Hatten gut lachen: Julia und Nathie holten locker den ersten Punkt für den BSV.]

Unser erstes Herrendoppel, selbstbewusst und motiviert bis in die Haarspitzen durch die jüngsten Erfolge bei der HBV-Rangliste, benötigte dagegen deutlich länger gegen die beiden Landesliga-Dinosaurier Knud Eichhorn und Sven Bauer ("meine Klamotten sind älter als einige meiner Mitspielerinnen"). Die ersten anderthalb Sätze konnten Stephan Grauel und Stefan Jacobs noch ganz schnell für sich entscheiden, doch dann ließen sie sich - Jörgs warnende Worte beim Seitenwechsel frech missachtend - vom Gegner einlullen statt selbst zu agieren.  Satz Nummer 2 ging nach Verlängerung an Blankenese / Wedel. Der dritte Satz war dann lange offen, ehe das BSV-Doppel den Sack endgültig zumachte. Die Revanche für die knappe Niederlage der vergangenen Saison war damit geglückt. Für Stefan Jacobs war es gleichzeitig das fünfzigste gewonnene Match in der Landesliga.


[Gut aufeinander abgestimmt: Stephan G. und Stefan J.]

So weit - so gut. Da Jörg und Olli im anderen Herrendoppel eine richtig konzentrierte Vorstellung ablieferten, ging kurz darauf auch das dritte Match ganz klar nach Barsbüttel. Der Gewinn des ersten Satzes war für Jörg ein kleines Jubiläum: Der 200. Satzgewinn in seinem 130. Doppel seit dem Aufstieg im Jahre 1998. 3:0 - so eine deutliche Führung hatten wir nach den Doppeln nicht unbedingt erwartet.

Besonders heiß auf das Landesliga-Wochenende war Nathalie - im Training hatte sie sich im Einzel sogar gegen Herren gequält (und gewonnen). Nathalie hätte heute wahrscheinlich mit Gewichten an Armen und Beinen spielen müssen - mit ihrer Athletik und Dynamik hätte sie ihre Gegnerin trotzdem beherrscht. Ein Tipp sei erlaubt, Nathalie: Wenn du es lernst, den letzten (leichten) Smash einfach ins Feld zu drücken und nicht immer versuchst, den Ball im gegnerischen Feld mit aller Macht zu vergraben, wirst du es noch leichter haben ;-)

Zwischenstand 4:0. Stefan Jacobs war es vorbehalten (nicht zum letzten Mal an diesem Wochenende), um einen entscheidenden Punkt zu spielen. Im dritten Herreneinzel quälte er sich etwas länger als erwartet gegen den Blankeneser Meyer ("grausam - seine Spielweise erinnert mich an Joachims Stil"), brachte aber das Spiel und damit Punkt Nummer 5 klar heim. Nach nur einer Stunde Spielzeit war der erste Sieg der neuen Saison perfekt!

Da waren die weiteren Spiele eigentlich nur noch von statistischem Wert. Folgerichtig ließ Stefan Kelling seinem Gegner Frierks den Vortritt. Stephan Grauel wollte aber wieder einmal nicht hören und kämpfte gegen Sven Bauer, sicherlich einen der stärksten Landesligaspieler im Herreneinzel, zunächst um jeden Punkt. O-Ton eines anonymen Mannschaftskameraden: "Ein Spiel zum Duschen gehen". Nach dem knappen Verlust des ersten Satzes erinnerte sich Stephan aber an seinen strapazierten Rücken und ließ es etwas ruhiger angehen. Da das gegnerische Mixed ganz auf den Start verzichtete, war das Spiel gegen Blankenese / Wedel recht schnell beendet und ging verdient mit 6:2 an Barsbüttel. Ein Auftakt nach Maß.


[Seit vielen Jahren unser Käpt'n: Stefan Kelling]

Mit diesem Sieg bleiben wir in der Landesliga auch im vierten Spiel gegen Blankenese / Wedel ungeschlagen.

 

1. HD Grauel / Jacobs - Eichhorn / Bauer 15:5 15:17 15:11 J
DD Radel / Marasas / Heeselen / Brechwoldt 15:4 15:1   J
2. HD Wagener / Spietczack - Pietsch / Frerks 15:3 15:4   J
DE Radel - Heeselen 11:3 11:2   J
Mixed Wagener/Marasas-Eichhorn/Lemmermann 15:0 15:0 (kampfl.) J
1. HE Grauel - Bauer 13:15 6:15   L
2. HE Kelling - Frerks 8:15 9:15   L
3. HE Jacobs - Meyer 15:5 15:9   J

[nach oben]

 

 

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Barsbütteler SV 1 - Horner TV 2    4 : 4  

Bereits das neunte Duell in der Landesliga zwischen Horn 2 und Barsbüttel - nur mit einem anderen Team gab es mehr Vergleiche, nämlich mit der dritten Horner Mannschaft. Unsere leicht negative Bilanz (7:9 Punkte) wollten wir jetzt endlich ausgleichen, nachdem Horn 2 uns schon seit dem Jahr 2001 nicht mehr schlagen konnte.

Aber an diesem Sonntagmorgen lief einiges schief: Unser Damendoppel mit Julia und Nathalie lieferte sich ein tolles Match gegen die Paarung Radke /  Domnick (ehemals Barsbütteler Jugend). Beide Seiten taten sehr viel für das Spiel - es gab tolle, lange Ballwechsel zu sehen. Die entscheidenden Punkte machten aber die beiden jungen Hornerinnen. 

Olli und Jörg hatten sich für ihr Doppel vorgenommen, gegen die Horner Haudegen Flato / Schutz auf jeden Fall zu punkten, nachdem sie im Vorjahr gegen die gleichen Gegner am Sieg zwar geschnuppert hatten, aber dann den dritten Satz 16:17 verloren. Doch der erste Satz ging relativ glatt an die Horner, ehe Olli und Jörg richtig ins Spiel kommen konnten. Mit deutlich reduzierter Fehlerquote gelang es ihnen, einen dritten Satz zu erzwingen. Übrigens der 600. Satzgewinn, den der BSV in der Landesliga feiern darf. Nummer 601 ließ aber auf sich warten. Das BSV-Doppel konnte nicht an die Leistungen des zweiten Satzes anknüpfen, und so gaben wir auch den zweiten Punkt in dieser Partie ab. 


[Revanche auf die PlayOffs vertagt: Im Hintergrund Olli und Jörg, vorne Thorsten Flato und Olli Schutz.]

Damit waren Stephan Grauel und Stefan Jacobs umso mehr gefordert. Auch bei ihnen war der Wurm drin im Spiel gegen Folgmann / Huckriede, wahrscheinlich war es ihr schwächstes Doppel in diesem Jahr. Sogar der sonst eher ruhig veranlagte Stefan Kelling wäre fast zu den beiden Barsbüttelern ins Feld gekommen, um sie "aufzuwecken". Doch auch mit dieser sehr durchschnittlichen Leistung gewannen Stephan / Stefan beide Sätze. Zwischenstand 1:2.

Also noch alles drin. Dann einer der Höhepunkte des Tages, vielleicht nicht unbedingt in spielerischer, aber auf jeden Fall in kämpferischer Hinsicht: Nathalies Einzel gegen die junge Karen Radke war von Höhen und Tiefen sowie Emotionen auf beiden Seiten geprägt. Die ersten beiden Sätze wurden erst in der Verlängerung entschieden. Nach einer Coachingpause vor dem dritten Satz setzte sich allerdings Nathalies größere Aggressivität und Ausdauer durch. Klasse Nathie, du gehörst sicher zu den stärksten Einzeldamen der Landesliga!


[Geben ihre Erfahrungen im Dameneinzel an Nathalie weiter: Stephan Grauel (?) und Angela, im Hintergrund Nathalies Gegnerin]

In seinem Einzel fand Stefan Kelling einen bärenstarken Thorsten Flato vor, der offensichtlich in der Sommerpause viel trainiert hatte und einen physisch fitten Eindruck hinterließ. Stefan konnte das Spiel gegen seinen Altersgenossen zwar einigermaßen offen gestalten, kam aber zu selten in eine Angriffsposition, um den Horner ernsthaft zu gefährden. Eine undankbare Aufgabe für Stefan. Folgerichtig lagen wir 2:3 hinten und so wurde es langsam eng.

Stephan Grauel hatte in seinem Einzel ebenfalls Probleme, jedoch weniger mit dem Gegner als vielmehr mit seinem Rücken. Den dritten Punkt fuhr er gegen Folgmann trotzdem in Windeseile ein.

Somit war bei noch zwei ausstehenden Partien noch alles möglich: Sieg - Unentschieden - aber eben auch Niederlage. Die letzte Möglichkeit  verhinderten Jörg und Angela in ihrem schweren Mixed gegen Domnick / Schutz. Wieder einmal dauerte es drei Sätze, aber am Ende wurde unser gemischtes Doppel immer souveräner und holte nervenstark Punkt um Punkt. Angela schraubte ihre Mixedbilanz in der Landesliga damit auf 24:4 Siege!


[Kaum zu schlagen: Angela und Jörg]

Damit hatte Stefan Jacobs den Siegpunkt auf dem Schläger. Gegen seinen jungen Gegner Huckriede sah es in einem sehr schnellen Spiel (kam mir jedenfalls so vor) lange Zeit nach einem glücklichen Ende für den BSV aus: Geradliniges, effektives Spiel - knapp gewonnener erster Satz, der zweite Satz bis zum Stande von 12:12 völlig offen. Doch der Horner kam mit zunehmender Spielzeit immer besser ins Spiel, Stefans Waffen dagegen wurden stumpfer. So ging der zweite Satz verloren. Im letzten Durchgang dominierte der Horner klar und gewann verdient. Besonders bitter für Stefan: Der Junge ist erst sechzehn Jahre alt. Nach solchen Niederlagen denkt man schon 'mal darüber nach, ob jetzt nicht doch so langsam die Zeit für Boccia, Kaffeefahrten und Heizdecken gekommen ist.

 

1. HD Wagener/Spietczack - Flato / Schutz 7:15 15:9 8:15 L
DD Radel / Marasas - Domnick / Radke 7:15 11:15   L
2. HD Grauel/Jacobs - Folgmann / Huckriede 15:9 15:11   J
DE Radel - Radke 13:11 12:13 11:2 J
Mixed Steding / Wagener - Domnick / Schutz 15:13 8:15 15:5 J
1. HE Grauel - Folgmann 15:9 15:0   J
2. HE Kelling - Flato 5:15 9:15   L
3. HE Jacobs - Huckriede 15:13 12:15 4:15 L

Am Ende ein hart umkämpftes, leistungsgerechtes Unentschieden gegen Horn 2. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege in dieser Saison ja noch einmal. Allerdings müssen wir dann noch etwas zulegen: In den PlayOffs wäre dieses Ergebnis kein Unentschieden gewesen, sondern eine knappe Niederlage (227:230 Punkte bei 10:10 Sätzen).

 

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Barsbütteler SV 1 - SV Eidelstedt 1    4:4  

"Nur" 3:1 Punkte somit nach den ersten beiden Spielen und mit dem Oberliga-Absteiger Eidelstedt hatten wir den vermeintlich schwersten Gegner noch vor uns. Der Tabellenführer (zwei Siege gegen Elmshorn und Bergstedt) ist auch in dieser Saison auf allen Positionen gut besetzt. Wenn wir uns wirklich in der oberen Tabellenhälfte etablieren wollten, durften wir auf keinen Fall verlieren.

Unser Damendoppel - diesmal in der generationenübergreifenden Kombination Nathalie / Angela - legte los wie die Feuerwehr. Ihre beiden Gegnerinnen Pöthkow / Fischer wehrten sich nach Kräften, doch teilweise wurden sie von unseren Mädels fast schwindelig gespielt. Respekt Angela, trotz einer so langen Abstinenz von den Punktspielen hast du nichts verlernt.

Auch für Jörg und Olli sah es gut aus: Den ersten Satz hatten sie gegen das Oberliga-erprobte Doppel Heuermann / Rinas knapp gewonnen, und auch im zweiten Satz lagen sie zunächst deutlich vorn. Nach und nach aber begann des Spiel zu kippen. Viele lange Ballwechsel prägten das Match, und natürlich spielten die Nerven mit zunehmender Spieldauer eine immer größere Rolle. Nachdem sie den dritten Satz lange offen gehalten hatten, ließen Jörg und Olli gegen Ende der Partie einige leichte Punkte für die Gegner zu. Dies gab am Ende den Ausschlag. Nur 1:1 anstelle einer 2:0-Führung nach den ersten beiden Doppeln. 


[War zum ersten Mal dabei: Kjell Wagener (war mit Mama Barbara gekommen).]

Unserem anderen Herrendoppel stand mit Stefan Schrader (an der Seite von Nguyen) gewissermaßen der Lieblingsgegner aller Landesligaspieler gegenüber. Schrader ist aufgrund seiner langen Verletzungspause in der letzten Saison vielleicht etwas langsamer (oder einfach nur vorsichtiger) geworden, aber wahrscheinlich auch noch abgezockter. Jedenfalls kam es zu einem guten, schnellen, intensiv geführten Spiel mit Chancen für beide Seiten. Sicherlich war es das beste Doppel, das Stephan Grauel und Stefan Jacobs an diesem Wochenende absolvierten. Leider sollten sie es dennoch verlieren: Nach einem hauchdünnen 15:17 im ersten Satz ging auch der zweite Durchgang mit nur zwei Punkten Vorsprung an den SV Eidelstedt. Sehr, sehr ärgerlich, zumal bei den letzten Punkten schlichtweg das Glück fehlte: So hanedelte es sich beim Matchball um einen verunglückten Smash von Stefan Schrader, der aber genau auf die Grundlinie niedersank.

Damit lagen wir schon wieder mit 1:2 in Rückstand nach drei Doppelpartien. Aber mit dem Mixed und dem Dameneinzel standen ja noch zwei unserer Paradedisziplinen aus. Und diese ließen uns wieder einmal nicht im Stich: Nathalie hatte mit Pöthkow eine starke, variabel spielende Gegnerin. Genützt hat es ihr nichts - Nathalie siegte und holte ihren fünften Punkt im sechsten Spiel an diesem Wochenende. Außerdem gewann sie alle Dameneinzel dieses Wochenendes. Dieses Kunststück schaffte vor dieser Saison nur eine einzige BSV-Dame in sieben Jahren Landesliga, und zwar in der vorigen Saison. Ihr Name: Nathalie Radel. 

Und auch das Mixed war wieder eine Bank: Obwohl nur wenig aufeinander eingespielt, zeigten Jörg und Julia ein bemerkenswertes Spiel gegen Schrader / Fischer. Die Herren, beides echte Mixedspezialisten, neutralisierten sich die meiste Zeit gegenseitig mit leichten Vorteilen für Jörg, Julia erwies sich als die stärkere Dame auf dem Feld. Jörgs Mixedbilanz liegt nach diesem gewonnenen Match nun bei 47:11 (!), seine Siegquote in dieser Disziplin beeindruckt mit über 81 %.


[Das wird eng: Nathie und Angela.]

Fehlten noch die Herreneinzel, bei denen wir an diesem Wochenende noch nicht überzeugen konnten. Parallel zum Mixed musste Stefan Kelling ran, sein Gegner hieß Arwed Plate und der ist extrem schwer zu spielen (ich muss es schließlich wissen). Stefan brachte den guten Arwed gut ins Schwitzen, ließ ihn mehr laufen, als ihm wahrscheinlich lieb war und kämpfte um jeden Punkt. Für den Sieg reichte es leider dennoch nicht. Spielstand 3:3.

Einen nicht minder schweren Gegner fand Stephan Grauel in Thomas Rinas vor, einen der physisch stärksten Spieler in der Landesliga. Es entwickelte sich ein packender Kampf über drei Sätze. Von der Spielanlage sehr ähnlich, lieferten sich die Kontrahenten sehr lange Ballwechsel. Schade, Aufgrund seiner Rückenprobleme und damit einhergehender Bewegungseinschränkungen musste Stephan am gesamten Wochenende einige Bälle einfach sausen lassen, so auch in diesem Einzel. Wer weiß, wie es sonst ausgegangen wäre. So aber verlor er den dritten Satz mit 10:15 und Eidelstedt lag mit 4:3 in Front.

Somit durfte Stefan Jacobs zum dritten Mal an diesem Landesliga-Spieltag um den entscheidenden Punkt spielen. Nach der niederschmetternden Einzel-Niederlage gegen den Horner Jugendlichen und angesichts schmerzender Gelenke hatte sein Selbstvertrauen allerdings etwas nachgelassen. Wenigstens stand mit Carsten Heuermann ein Spieler aus ungefähr der gleichen Altersklasse auf der anderen Seite des Feldes. Carsten ist zwar eher ein Doppelspezialist, aber auch der will erst einmal geschlagen werden. Nun, Stefan gewann mit sehr konzentriertem Spiel den ersten Satz, baute dann im zweiten aber ab. Die Folge: Ein unnötiger dritter Satz zu später Stunde (alle anderen Partien waren längst beendet, die Felder abgebaut). Stefan riss sich noch einmal zusammen, versuchte die widersprüchlichen Ratschläge seiner MannschaftskameradInnen in der Pause vor dem dritten Satz so gut wie möglich umzusetzen, und verwandelte gegen 17:30 Uhr (wir spielten seit 10:00 Uhr) seinen zweiten Matchball. Endstand 4:4.

Ende gut - alles gut. Wir haben in diesem kleinen Nervenkrieg gegen Eidelstedt die Ruhe bewahrt und für ein mögliches zweites Aufeinandertreffen sehe ich sogar einige Vorteile bei unserem Team. Man darf aber gespannt sein auf die Aufstellung, mit der der Tabellenführer in die nächsten Spieltage gehen wird: Auch in dieser Saison steht wieder die starke Polin Szleszynska auf dem Meldeformular.

 

1. HD Grauel/Jacobs - Schrader/Nguyen 15:17 13:15   L
DD Steding/Radel - Pöthkow/Fischer 15:10 15:6   J
2. HD Wagener/Spietczack - Heuermann/Rinas 15:10 11:15 8:15 L
DE Radel - Pöthkow 11:7 11:8   J
Mixed Marasas/Wagener - Fischer/Schrader 15:9 15:13   J
1. HE Grauel - Rinas 6:15 15:6 10:15 L
2. HE Kelling - Plate 9:15 11:15   L
3. HE Jacobs - Heuermann 15:7 9:15 15:8 J

Immerhin - drei Spiele in Folge ungeschlagen. Und gegen Horn und Eidelstedt zeigten wir wieder einmal die Tugenden, die uns in dieser Liga schon immer stark gemacht haben und die auch den Respekt unserer Gegner hervorrufen: Kampfkraft, Einsatz- und Durchsetzungswillen.

Was Durchsetzungwillen bedeutet, bewies Julia auch beim anschließenden Restaurantbesuch: Ihre Bestellung : "Nummer 65, die Nachos, aber schnell!" wurde von der beeindruckten Bedienung sehr prompt erfüllt.

Jetzt werden wir erst einmal einige Wochen unsere Wehwehchen auskurieren, aber am 22. Oktober heißt es erneut: Landesliga!!!

 

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Stand: 18. Oktober 2007  Home ] Tabelle / Termine ] Impressum ] [ BSV-Badminton ]